Bolle ist eine Französiche Bulldoge, die einen rassetypischen Bandscheibenvorfall erlitten hat…

Auch eine OP konnte ihn nicht wieder herstellen. Seine Besitzer wohnten in Hamburg im 6. Stock und so wurde die Haltung schon von daher schwierig. Dazu kam, dass Bolle auf Grund der Lähmung seine Blase nicht mehr kontrollieren kann. Durch die mansgelhafte Entleerung kam es alle naslang zu Harnwegsinfekten, die dem Urin einen widerlichen Gestank gaben. Angefeindet durch die Mitbewohner im Haus musste eine Lösung gefunden werden.

Diese war zunächst eine vorübergehende Unterbringung auf dem Hun’nenhoff, in der Hoffnung, durch entsprechende Physiotherapie die Blasenkontrolle wieder herzustellen.

Leider ist das nicht gelungen, dafür kann Bolle inzwischen aber wieder ganz passabel laufen und braucht seinen Rollstuhl nur noch für längere Spaziergänge.

Darum ist er hier geblieben! Bolle wird von seinen Besitzern sehr großzügig unterstützt und regelmässig besucht. Inzwischen ist zwischen ihnen und uns so etwas wie Freundschaft entstanden. Sie haben nicht, wie so viele, den Weg des geringsten Widerstandes gewählt und Bolle eingeschläfert, sondern alles getan, damit ihr Hund ein glückliches Leben führen kann.

Inzwischen ist er nicht nur das Hofmaskottchen hier, sondern auch das vom Heinrich III, einem Lokal in Springe, von deren Gästen und Eigentümern Bolle zusätzlich unterstützt wird, und von dem gemunkelt wird, dass er dort immer wieder mal anzutreffen ist, wenn er sich aus dem Haus schleichen kann. Das wäre die wirkliche Erklärung für seinen schaukelnden Gang…. 🙂

Da Bolle über kurz oder lang in jeder Gruppe Streit macht, lebt er hier mit Vroni zusammen, einer matronenhaften Hündin, die ihm diese Flausen immer sofort wieder austreibt… 🙂