Am 8. August 2012 um 21.15 Uhr läutete Toms Handy und Kerstin von Riesenschnauzer in Not war dran. „Sie sind unsere letzte Hoffnung, wir haben hier einen Hund, der morgen früh um 9.00 Uhr Termin zur Euthanasie hat…“

Da blieb nun wirklich keine Zeit zum Überlegen und so wurde kurzerhand entschieden, dass Djego zu uns kommt…

Das war wirklich nicht so leicht, da der zweijährige Rüde aus einem Betrieb stammte, wo der Inhaber jedem Besucher anwies, dem Hund einen Hieb zu versetzen, weil er lernen sollte, dass er aufzupassen hat – das Ganze bereits mit acht Wochen…! 

Dann ging dieser mit Djego spazieren und der Hund bellte nun natürlich jeden an, aus Angst, dass er wieder Schläge bekam. Das sollte er nun aber auch nicht, darum wurde er vom Besitzer geschlagen… Ergebnis: Wenn jemand kommt, dann kriegst Du Prügel – egal von wem. Urvertrauen zerschlagen im wahrsten Sinne des Wortes.

Als es den Besitzern zu schlimm wurde, gab man den Hund ab. Eine tierfreundliche Gaby nahm sich seiner an und sah sich alsbald in ihrem eigenen Haus gefährdet, weil Djego kaum einzuschätzen war. Sie wusste nicht mehr ein noch aus, niemand wollte den Hund nehmen und der Tierarzt riet zur Euthanasie…

Tja, und dann der Anruf in der Lüneburger Heide!

Am 12.8.2012 war er da, Zähne und Klauen und ganz schön furchteinflössend. Es dauerte lange, bis wir eine Basis hatten, auf der wir zu einander fanden. Heute, sieben Jahre später ist das einzige Problem, das wir permanent mit ihm haben, medizinische Behandlung. Zum Glück haben wir eine gute und furchtlose Tierärztin, die mit dem Blasrohr virtuos umgeht und im Zweifelsfall den schwarzen Bengel mit einem Pfeil ins Reich der Träume schickt, bevor wir ihn verarzten. 🙂

Mit Gaby hat Djego eine tolle Patin, die sich sehr freut, dass es damals nicht zum Schlimmsten kam, weil sie ihn trotz seiner aggressiven Art sehr leib hat.