… oder auch nicht! Ich erzähle euch mal unser Abenteuer, wofür unser kleiner King „Max“ verantwortlich ist.

Kingley oder auch Max

Usha bekam die Anfrage, ob wir nicht einen bissigen Hund aus Großbritannien aufnehmen würden. Er hat jetzt mehrmals gebissen und er würde sonst zurück nach Rumänien gebracht werden. Eigentlich haben wir ja schon seit langem Aufnahmestopp aber Usha konnte gar nicht anders und sagte „Ja“

Eine Fahrerin war auch schnell gefunden aber die Ankunft verschob sich und sie war dann leider verhindert. Ich bot mich an, den kleinen Kerl aus Dortmund abzuholen. Tabea gesellte sich zu mir und an einem Sonntagmorgen gegen 7Uhr machten wir uns auf den Weg.

Zwischendurch frühstücken wir ordentlich, da wir genug Zeit eingeplant haben. Etwas verfrüht kamen wir dann am abgesprochenen Parkplatz an. Auf einmal meldete sich unser Kontakt, dass es sich etwas verspäten wird. Aber das ist ja kein Problem und normal bei Tiertransporten. Es kamen immer mehr merkwürdige Nachrichten an, dass der Transporter noch in Großbritannien sei und auf die Fähre warten würde, denn ein befreundeter Tiertransporter hatte eine Panne und er hat die Tiere von dem Transport übernommen und musste diese dann zurückbringen. Wir waren fassungslos… Wenn er noch nicht mal unterwegs war, Frankreich und Belgien noch durchqueren musste. Oh weh… Wir hielten Rücksprache mit Usha und Tom. Wenn King nicht abgeholt werden würde, dann würde er definitiv zurück nach Rumänien gehen…! Das war aber für uns keine Option.

Tabea und ich besprachen uns und wir beschlossen, dem Transport entgegen zu fahren. Eine andere Möglichkeit war ja gar nicht da. Unser neues Ziel war die belgische Grenze. Also, wir starteten in der Heide -> Dortmund -> Belgische Grenze… Welch eine Tour. Naja, so sieht man aber auch mal Ecken von Deutschland, die man sich sonst so nie anschauen würde.

Zwischendurch kamen immer wieder Nachrichten an, dass der Transport sich immer weiter verspäten wird. Es gab keinerlei konkreten Infos. Und die Gemüter erhitzten sich etwas, da immer wieder gedroht wurde, den armen Kerl einfach nach Rumänien mitzunehmen, und die den Transport ja auch völlig umsonst machen würden.

Die Übergabe war in Dortmund um 10Uhr geplant und nun um 16Uhr an der belgischen Grenze.

Beweisfoto, das glaubt uns ja sonst keiner

Also noch schnell nach Belgien reingefahren um ein wenig zu schauen und zu bummeln. Stundenlang warteten wir und es kamen im Takt irgendwelche Nachrichten an. Sie seien im Stau, sie verspäten sich usw. Mittlerweile waren wir etwas frustriert, da wir ja auch noch einen langen Rückweg hatten und mein Wecker um 4Uhr morgens schon wieder klingelte und Tabea auch Frühdienst hatte. Wir fuhren zur vereinbarten Adresse und warteten ewig. Unser Kontakt meinte, wir sollen da einfach in das Haus reingehen, da könnten wir uns aufwärmen und vor dem Regen in Sicherheit bringen. Wir waren uns zum Glück einig, in kein fremdes Haus reinzugehen und wir hielten noch einige Zeit im Auto aus und stellten uns irgendwann raus, um auf den Transport zu warten.

Wir bekamen tolle und aufheiternde Nachrichten aus Springe und unseren Kollegen. Danke dafür. Also weiter durchhalten.

Kingley

Der Transport kam und wir freuten uns riesig, waren aber auch gespannt, was für ein Hund uns erwarten würde. So viel wurde uns ja nicht geschildert, bis auf die Bissigkeit.

Ausgestiegen sind dann zwei supernette Männer, die sich mehrmals auf englisch entschuldigten und auch froh über die Ankunft waren. Wir baten die Herren darum, den Max in unser Auto zu bringen, da wir auf einer stark befahrenen Straße standen und wir ja so gar nicht über ihn wussten. Er meinte zu uns, dass der Max „really weird“ ist. Also, er wäre sehr merkwürdig. Auf einmal holte er ihn aus der Fahrerkabine, was uns sehr wunderte. Normalerweise werden sie hinten in Boxen transportiert und nicht auf den Vordersitzen. Naja egal. Impfausweis entgegengenommen und Max sicher verstaut. Jubelschrei unsererseits erledigt und die Mitfieberer in Kenntnis gesetzt und ab in Richtung „De Hun´nenhoff!“

Ich war ein nicht so vorbildlicher Autofahrer, er hingegen schon und um 23Uhr erreichten wir den Hof. Endlich! Hier zeigt er sich Menschen gegenüber sehr freundlich und ist eine Schmusebacke.

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