So, heute war die letzte Behandlung der Chemo-Therapie von Hobbit. Frau Dr. Eberle von Vet+Spezial in Lehrte ist sehr zufrieden mit ihm! 🙂 Jetzt haben wir eine reelle Chance, ihn noch eine ganze Weile bei uns zu haben!
 
Vor gut drei Monaten wurde bei ihm ein riesiger Milztumor festgestellt, Tierärzte hielten ihn für inoperabel und legten uns nah, Hobbit so schnell wie möglich zu erlösen.
 
Um ganz sicher zu gehen, entschlossen Usha und ich uns, im Tiergesundheitszentrum Bramsche ein CT machen zu lassen und ihn, wenn die Diagnose sich bestätigen sollte, aus der Narkose nicht mehr aufwachen zu lassen.
 
In Bramsche riet man uns von dem CT ab, legte uns nahe, eine OP am selben Tag durchzuführen und zu versuchen, den Tumor zu entfernen. Sollte sich in der Bauchhöhle herausstellen, dass es sinnlos ist, könnte man ihn immer noch einschläfern. Es gab eine winzige Chance…
 
Zwei Stunden später dann die erlösende Nachricht: Tumor entfernt, keine Methastasen zu finden Hund wohlauf!
 
Da es sich vermutlich – die Vermutung erwies sich nach pathologischer Untersuchung des Tumors als richtig – um ein hochaggressives Hämangiosarkom handelte, begannen wir kurze Zeit später mit einer Chemotherapie, die ihm wahrscheinlich das Leben gerettet hat. Es geht ihm besser denn je…!
 
Darum möchte ich an dieser Stelle einmal auf die Chemotherapie beim Hund eingehen.
 
Im Gegensatz zum Menschen leidet ein Hund in der Regel nicht besonders unter der Therapie. Vielleicht kennt Ihr einen Menschen, der sich einer solchen Chemo unterziehen musste und habt gehört, dass es diesem Menschen zwischenzeitlich recht schlecht ging. Ich bin aber sicher, dass jeder Mensch, der seine Erkrankung wegen dieser Behandlung überlebt hat, deswegen heute froh ist…
 
Ich werde immer wieder gefragt, ob das nicht unnötiges Leid für das Tier darstellt, ob man es nicht besser direkt erlösen sollte. Erst heute morgen wurde mein Beitrag mit einem entsprechenden Kommentar versehen. Ich darf Euch aber versichern: Hobbit ist froh über diese Chemo, er hätte mich keineswegs gebeten, ihm das zu ersparen! Denn er WILL leben und genau das ermöglicht ihm diese Therapie.
 
Darum rate ich Euch, solltet Ihr einmal in diese Situation kommen, lasst Euch nicht von solchen Vergleichen verunsichern. Geht zu einem guten Onkologen, der Euch entsprechend beraten kann. Seid sicher, dass dieser Spezialist Euer Tier niemals unnötig leiden lässt, dass er die Vor- und Nachteile der Chemo- oder Strahlentherapie genau kennt und immer zum Wohl Eures Hundes entscheiden wird.
 
Wir hier nutzen JEDE Chance, sei sie auch noch so klein, um dem Tier sein – lebenswertes – Leben zu erhalten. Hobbit, der bereits vor mehr als drei Monaten tot sein sollte, führt uns hoffentlich noch lange vor Augen, dass unsere Einstellung, niemals aufzugeben, die richtige ist.
 
 
 
Kategorien: Gesundheit

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