Habt ihr euch gefragt, was aus unserer Kunstbrut geworden ist?

Hier ein kleines Update.

Mittlerweile sind die „Kleinen“ 5 Wochen alt und laufen seit 2 Wochen mit den „Großen“ mit. Da sie ja sowieso mit im Stall waren, natürlich im geschützten Kükenbereich, gab es auch keine großen Probleme bei der Zusammenführung. Wir haben sie erst mal nur tagsüber zu den anderen Hühnern gelassen und hatten sie in der Nacht noch sicher im Kükenbereich. Nach ein paar Tagen haben wir dann die Tür etwas höher befestigt. So konnten sich die Küken frei bewegen, aber auch Schutz suchen, ohne dass die „Großen“ ihnen folgen konnten.
Und ihr werdet es nicht glauben, aber seit ein paar Nächten schlafen sogar schon einige auf der Sitzstange. Ich habe das nicht so schnell erwartet.
Und was die Zutraulichkeit betrifft: Zum Glück lieben unsere Hühner Mehlwürmer. Damit kommen selbst die Küken zu einem gerannt und springen ganz mutig auf die Hand.
Und nebenbei haben so auch schon die „Kleinen“ gelernt, dass, wenn wir kommen, es meistens was Leckeres gibt. Und da sag noch mal einer, dass Hühner dumm wären. Kann ich so nicht bestätigen.

Bei unserer Naturbrut ist bisher ein Küken geschlüpft. Am dritten Tag hat sich die Glucke samt Küken auch schon aus dem Nest getraut. Es sah wirklich sehr süß aus, wie sie dem Küken alles gezeigt hat. Wo gibt es trinken, wo etwas zu fressen. Wusstet ihr, dass die Glucke das Küken zum Picken animiert, in dem sie die Körner aufnimmt und dann wieder fallenlässt?
Gestern haben sich die beiden dann auch rausgetraut. Es ist schon faszinierend, wie sich die Glucke um ihr Küken kümmert. Selbst unser Hahn Johnny musste schon feststellen, dass man die beiden erst mal lieber in Ruhe lässt. Er wurde nämlich gleich erst mal zurechtgewiesen von unserer Debby.
Jetzt sind wir gespannt, ob auch bei der anderen Glucke noch was schlüpft. Gesten war ungefähr Tag 21 (so genau können wir das nicht sagen, da ein paar Tage lang noch Eier ins Nest gelegt wurden), und leider ist bisher noch nichts zu sehen bzw. zu hören. Heute Abend wollen wir deswegen die Eier einmal schieren, denn ein abgestorbenes Ei kann ganz schnell zur Stinkebombe werden, wenn es dann im Nest oder der Hand explodiert. Und glaubt mir, das möchte keiner riechen!

Unsere beiden anderen Hühner, die auch glucken wollten bzw. auch 1 bis 2 Wochen saßen, haben sich selbstständig entgluckt. Da sind wir ganz froh drüber, weil wir das sonst hätten machen müssen. Und es ist irgendwie schon brutal, wenn man dann liest, dass man die Hennen zum Entglucken in einen umgedrehten Hasenkäfig setzen soll, damit sie sich nicht bequem hinsetzten können.

Zum Geschlecht können wir leider noch nichts sagen. Es sind schon Unterschiede sichtbar. Bei den einen ist zum Beispiel der Kamm ausgeprägter als bei den anderen oder die Schwanzfedern sind bei den einen länger, bei anderen kürzer. Aber so richtig eindeutig können wir das Geschlecht nicht bestimmen. Ich hoffe aber, dass ich euch bei meinem nächsten Update mehr sagen kann.

Nachtrag: Da das Schieren der Eier nicht eindeutig war, haben wir noch den sogenannten wassertest gemacht. Dieser ist zwar nicht zu super zuverlässig, da ein wackelndes Ei Leben symbolisiert, aber die Küken natürlich auch mal schlafen. Allerdings trieben beide Eier so hoch, dass sie nur noch zur Hälfte im Wasser lagen. Deswegen entschlossen wir uns, sie auszusortieren. Und das war auch gut so. Denn als mein Mann sie öffnete, explodierte das eine und aus dem anderen lief eine stinkende Flüssigkeit raus.

Kategorien: Bunt gemischt

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