Hier nun die Fortsetzung. Für alle, die meinen vorherigen Beitrag nicht gelesen haben, eine kleine Zusammenfassung:

Wir sind stolze Besitzer von 7 Jersey Giants, 1 Hahn und 6 Hennen. Da unser Hahn Johnny mehr Damenauswahl benötigt, stellte sich uns die Frage: Kaufen wir (Jung-)Hennen dazu oder wollen wir selbst brüten?

Wir entschieden uns für das Brüten mit einem Automaten und starteten mit 26 Eiern. Da wir uns einen mit Wendeautomatik leihen konnten, mussten wir nur für die richtige Luftfeuchtigkeit (45-55%) und die Temperatur (38°C) sorgen. Ohne Wendeautomatik dürfen die Eier die ersten drei Tage nicht gewendet werden, weil in diesem Zeitraum die empfindlichste Entwicklungsphase ist.
An Tag 7 haben wir dann das erste Mal geschiert, um zu schauen, ob die Eier befruchtet sind. Befruchtete Eier haben ein ganz feines Netz aus Blutgefäßen und man kann einen dunklen Punkt erkennen, das Herz. Die unbefruchteten Eier wurden aussortiert.

An Tag 18 haben wir noch einmal alle Eier geschiert und die aus dem Automaten genommen, die abgestorben waren. Dies kann man an dem sogenannten Hexenring oder einer vergrößerten Luftblase erkennen. Außerdem musste die Halterung für die Wendeautomatik rausgenommen werden, da die Eier die letzten drei Tage nicht mehr bewegt werden dürfen. So können die Küken die richtige Schlüpfposition finden. Außerdem erhöhten wir die Luftfeuchtigkeit auf 70-80%, um die Eierschale zu erweichen und den Küken das Schlüpfen etwas zu vereinfachen.

Am nächsten Tag (19.) wurde es dann spannend. Man konnte die Küken schon piepen hören und ein Ei hatte auch schon Risse. Im Laufe des Tages wurde dieser Riss zu einem Loch, das immer größer wurde. Auch andere Eier bekamen kleine Löcher und es schlüpfte tatsächlich ein Küken abends an Tag 19. Am nächsten Morgen waren es dann schon 4. Diese konnten wir ruhigen Gewissens noch im Brutautomaten lassen, da der eingezogene Dottersack die Küken ungefähr die ersten 48 Stunden versorgt und sie sich in dieser Zeit von dem anstrengenden Schlupf erholen und trocknen können.

Nach 24-48 Stunden stand der Umzug in ihren Kükenstall an. Dafür haben wir einen großen Nagerkäfig mit Maurersand, einer Wärmeplatte, Kükentränke und Kükenstarterfutter ausgestattet. So können sie mit in den Hühnerstall, sind aber vor den anderen Hühnern geschützt. Schließlich haben sie keine Hühnermama, die sie vor den anderen verteidigt. Nachdem das letzte Küken geschlüpft war, hatten wir nun 15 kleine und flauschige Küken. Die Frage, wie viele Hähne und Hennen es sind, können wir leider noch nicht beantworten.

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