Tierschutz ist manches Mal unglaublich schwer. Aber wisst ihr, was so richtig schwer ist? Die Anfragen! Uns als letzte Instanz zu sehen! Uns die Verantwortung aufzuerlegen, über ein Leben entscheiden zu müssen.

In diesem Text geht es nicht um alle Anfragen an uns. Und ich will auch nicht pauschalisieren und jemanden anprangern. Es sind so ganz vereinzelnde Anfragen, wo die Leute ihr schlechtes Gewissen abmildern wollen und uns eine große Last auferlegen zu versuchen.

Grisabella

Viele belächeln uns vermutlich, wegen unserem Aufnahmestopp und fragen sich dann, warum schon wieder ein neues Tier auf den De Hun´nenhoff gezogen ist. Tja Leute, es ist gar nicht so einfach aber ich gebe euch mal einen kleinen, groben Einblick!

Ian

Man sitzt gemütlich auf der Treppe und macht endlich mal Pause oder ist anderweitig beschäftigt. Da klingelt das Telefon, eine nette Dame meldet sich und erzählt, ein Tier würde vom Tode bedroht sein und nur noch wir könnten helfen, da dieses Tier schon überall abgelehnt worden ist und sie es selber ja auch nicht aufnehmen könnte. Wenn wir nachfragen, warum sie ihn dann nicht aufnehmen kann, dann sind sie meist sehr perplext und reden sich raus oder sind auch Tierschützer und ausgelastet. Aber wenn wir jetzt nicht helfen, dann wird dieses Tier sterben müssen. Sei es aus den unterschiedlichsten Gründen.

Becky

Jetzt wird versucht, die Verantwortung auf uns zu übertragen! Was passiert mit dem Tier, wenn wir ablehnen? Ist es so akut oder setzen sie uns nur unter Druck? Man kann ja niemanden in den Kopf schauen. Wir können auch nicht abschätzen, was ein Mensch tun wird, wenn er in einer wirklich Notlage ist. Wir können es nicht mit unserem Gewissen vereinbaren, wenn dieses Tier nun sterben müsste. Nein, das ist kein Tierschutz, der in unserem Sinne ist.

Cubanito

Wir gehen mit dem Gedanken ins Bett, was aus dem Tier nun werden wird und finden nicht in den Schlaf. Die Anderen können nun beruhigt schlafen gehen, da sie ja angefragt haben und denken ihre Verantwortung nun abegegben zu haben. Und wir stehen dann da und können eigentlich gar nicht mehr aufnehmen, da es schon viel zu viele Tiere sind, so viel Arbeit und so viele Kosten.

Pixel

Viele Hunde haben so den Weg zu uns gefunden. Keinen von denen möchten wir missen und es haben sich tolle Beziehungen entwickelt. Wir wollen über keine Seele richten müssen und doch müssen wir es immer wieder. Der De Hun´nenhoff ist voll. Mehr wie voll. In 2 Jahren haben wir mehr als 40 Hunde aufgenommen, die nun dauerhaft bei uns bleiben werden. Die Vermittlungshunde zähle ich nicht dazu.

Zorca

Der selbstauferlegte Aufnahmestopp ist nicht einfach aus einer Laune heraus beschlossen worden. Aber wir platzen aus allen Nähten. Wenn wir diesen Stopp brechen, dann dürft ihr gerne über uns schmunzeln und ganz sicher sein, dass dieses Tier uns keine andere Wahl gelassen hat…!

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