Immer öfter erreichen uns Anfragen, ob wir einen alten kranken Hund aufnehmen können….

Das macht mich ehrlich gesagt traurig und wütend zugleich. Mal abgesehen davon, dass wir unsere Möglichkeiten der Aufnahme echt ausgereizt haben, werden wir keine Hunde annehmen, nur weil es den lieben Menschen jetzt doch zu viel wird oder sie mit der Situation überfordert sind.

Ein kleiner, süßer gesunde Welpe ist schnell angeschafft. Doch auch irgendwann wird dieser älter und vielleicht auch irgendwann einmal krank… Wenn man sich ein Tier anschafft, heißt das, man geht eine lebenslange Verantwortung ein. Dieses Tier ist auf uns Menschen angewiesen. Er braucht unsere Liebe, unser Vertrauen und unsere Fürsorge. Er kann uns nicht sagen was ihm fehlt oder womit er gerade unzufrieden ist, dass er sich allein gelassen fühlt oder Angst hat. Das heißt er braucht uns!!! Und das ein Leben lang, nicht nur wenn er klein und niedlich ist und keine „Probleme“ verursacht. Er möchte auch im Alter und bei Krankheit von uns unterstützt und umsorgt werden. Und mal ehrlich, wer von uns möchte in solch einer Situation von seiner gewohnten Umgebung getrennt sein oder bei zunehmender Schwäche nicht von seinen Liebsten unterstützt werden!? Wer möchte irgendwo abgegeben werden und sich nicht mehr geliebt fühlen?

Deshalb appelliere ich an jeden der sich ein Tier anschaffen möchte… egal ob Hund, Katze, Pferd…

Es heißt lebenslange Verantwortung und nicht „bis es nicht mehr in mein Leben passt“.

Es heißt… Ein Leben lang!!!

Eure Valerie

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3 Kommentare

Tosca Köbis · 20. Februar 2022 um 5:36 pm

Ich habe einen 6jährigen ganz herzlichen PONRüden, der seit 3 Jahren einen schweren angeborenen Herzfehler hat. Es hat uns ziemlich fertig gemacht, kommen aber durch die gute Medikation sehr gut zurecht.(2x am Tag eine halbe Furosemid und eine Vedmedin 50 mg ) Deshalb kann ich nicht verstehen, daß kranke oder alte Hunde bei Euch abgegeben werden. Eigentlich wollte ich nur sagen, daß Ihr eine so tolle Arbeit macht und Ihr so herzliche Menschen seid. Es ist so schön Euch zu zusehen. Bitte macht weiter , ich bewundere Euch. Ganz herzlich, Tosca und unser PON „Cappo „❤👍❤

    Valerie Friemuth · 21. Februar 2022 um 7:28 am

    Hallo Ihr Lieben,
    es ist toll, dass ihr euch mit Herz um euer Familienmitglied kümmert, auch in schwereren Zeiten und zusammen einen Weg gefunden habt. Wir hoffen es geht euch soweit gut mit der Situation. Vielen Lieben Dank für die lieben Worte und ganz liebe Grüße

Sandra · 5. März 2022 um 11:52 am

Mein Rüde hatte im Oktober einen schweren Bandscheibenvorfall. Er wurde operiert und ist seitdem gelähmt und inkontinent. Ich hatte keine Zeit zu überlegen, ob ich die OP wirklich will; ich wurde nicht gefragt, ob ich das finanziell überhaupt leisten kann. Der Hund konnte mir auch keine Antwort geben. Die Operation hat über 3000€ gekostet, die Medikamente und Tierarztbesuche gleich nach der OP mehrere hundert Euro. Der Rollwagen dann über 500€. Ich habe sehr oft gezweifelt, ob ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Natsu ist 8 Jahre alt, er war also ein gesunder Hund in den besten Jahren mit einem starken Jagdtrieb. Die OP konnte ich nur bezahlen, weil ich zufällig Geld für eine neue Küche zusammengespart hatte…Natsu fiel nach der OP in eine richtige Depression und ich hätte eigentlich den ganzen Tag weinen können, weil er mir sooo leid tat. Andere Hunde, selbst seine jahrelange Hundegefährtin, mieden ihn. Er sah anders aus, bewegte sich anders, roch anders, war schwach…Beim Gassigehen, anfangs noch im Kinderwagen, wurde und wird mir zum Teil, jetzt wo er im Rollwagen läuft, immer noch, Tierquälerei vorgeworfen. Mittlerweile hat Natsu sich an seinen Rollwagen gewöhnt. Er ist wieder lebenslustiger; Sobald ich den Rolli nach draußen stelle , rutscht er freudestrahlend auf seinem Hintern vor die Tür und liebt jede Wanderung und jeden Aufenthalt im Garten und der Natur. Er hat leider aufgrund der verminderten Bewegung ziemlich zugenommen. Da müssen wir noch dran arbeiten. Zuvor war er ständig in Haus und Garten auf den Beinen. Auch braucht er durch seine Behinderung und die Inkontinenz natürlich mehr Pflege, viel Zeit, Physiotherapie, tierärztliche Untersuchungen, Inkontinenzmaterial, Hautpflege, Vitaminpräperate, ….als zuvor. Ich bin alleinerziehend und mit 35h/Woche im Schichtdienst berufstätig. Ein bevorstehender Krankenhausaufenthalt versetzte mich letztendlich in Panik, denn diesen kranken Hund wollte bzw konnte keiner meiner herkömmlichen Hundesitter*innen für mehrere Wochen pflegen. Zum Glück habe ich für die Reha, die auf den Krankenhausaufenthalt folgen wird, eine Einrichtung gefunden, in die ich mit beiden Hunden aufgenommen werde.
Und ZUM GLÜCK erhielt ich auf meine Anfrage eine positive Antwort vom HUNNENHOF, dass ich Natsu im April dort für einige Wochen IN PENSION geben kann. Auch das muss man/Frau natürlich bezahlen können. Natürlich sollte man sich, wenn ein Tier angeschafft wird, im Klaren darüber sein, dass auch medizinischer Versorgung bezahlt werden muss; aber jemanden einen Vorwurf zu machen, weil er/sie sich Tierarztkosten von mehreren tausend Euro nicht (mehr) leisten kann und das Tier dann nicht im See versenkt oder auf der Autobahn aus dem Auto schmeißt, sondern versucht, sein Tier in der Tierrettung unterzubringen, ist nicht gerecht. Dass es für Höfe, wie den Euren, natürlich unmöglich ist, allen Tieren zu helfen, ist klar, aber wer selber nie in der Situation war, dass einen die Erkrankung des geliebten Tieres in den finanziellen Ruin stürzt, und trotzdem versucht wird, seinem Tier oder vielleicht auch dem Tier der verstorbenen oder erkrankten Angehörigen einen würdevollen Lebensabend zu verschaffen, sollte nicht den Stab über andere brechen. Ich bin sooo froh, dass der Hunnenhof diese Pension auch und gerade für Rollihunde anbietet und ich kann verstehen, dass es einen wütend macht, wenn man das Gefühl hat, jemand möchte das krank gewordene und unbequeme Tier jetzt loswerden, aber Leute, die sich keine Sorgen machen oder dieses Tier nicht lieben, würden sich gar nicht erst an Euch wenden, sondern sich des Tieres anders entledigen. Ihr seid halt für einige Leute wahrscheinlich einfach die letzte Hoffnung. Liebe Grüße und bis bald.

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